Welcher Schallschutz ist aus fachtechnischer Sicht im Wohnungsbau im Jahr 2014 geschuldet?

Fehlt es zwischen Bauherr und Planer oder Ausführenden an einer Vereinbarung über ein Schallschutzsoll, werden häufig Anforderungen und Kennwerte aus DIN-Normen und VDI-Richtlinien als Maßstab herangezogen. Letztendlich ist aber zumindest eine Ausführung der Bauteile nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik geschuldet. DIN-Normen und VDI-Richtlinien können die allgemein anerkannten Regeln der Technik widerspiegeln. Sie können aber auch hinter ihnen zurückbleiben, was insbesondere im Schallschutz bei der DIN 4109 Ausgabe 1989 zurzeit der Fall ist. Dazu hat der BGH festgestellt, dass die derzeit immer noch gültige DIN 4109-89 nicht den Mindestanforderungen an den Schallschutz widerspiegelt, den der Erwerber einer Wohnung oder Doppelhaushälfte als üblichen Qualitäts- und Komfortstandard erwarten darf (BGH, Entscheidung vom 14.06.2007 – VII ZR 45/06 – juris Rn. 32). Weiterlesen

Neue Dauermessstation mit wetterfester Mikrofoneinheit

OLYMPUS DIGITAL CAMERAIm Oktober 2012 erfolgte die Erweiterung des Messgeräteparks um eine Dauermessstation mit wetterfester Mikrofoneinheit.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Steuerung des Messgerätes und die Auslesung der Messwerte erfolgt über einen VPN-Tunnel vom Büro aus. Am Messpunkt muss lediglich eine 230 V Steckdose vorhanden sein.

Wir sind nunmehr in der Lage Ihnen kostengünstig Langzeitmessungen anbieten zu können und haben das know how für Sie eine Dauermessstation aufzubauen und zu betreiben.

Kindergeräusche III und Stand 2014

Die ursprüngliche Privilegierung der Kindergeräusche im hamburgischen Ausführungsgesetz zum Achten Sozialgesetzbuch ist 2010 aufgehoben worden, weil es seitdem Regelungen sowohl im Bundes-Immissions-Schutz-Gesetz als auch ergänzend dazu im Hamburgischen Gesetzes zum Schutz gegen Lärm (Hamburgisches Lärmschutzgesetz – HmbLärmSchG) vom 30. November 2010 gibt. Dort heißt es:

„ Teil 2 Geräusche aus Kindertageseinrichtungen

§ 5 Anwendungsbereich

Die folgenden Regelungen gelten für die Errichtung und den Betrieb von Kindertageseinrichtungen mit dem Zweck, die Verträglichkeit dieser Einrichtungen hinsichtlich ihrer Geräuschemissionen mit benachbarten Nutzungen im Interesse einer ausreichenden und wohnnahen Versorgung mit solchen Einrichtungen zu regeln. Weiterlesen

Kindergeräusche II

Mit dem Beitrag vom 26. Juni 2007 haben wir zu dem Thema „Kindergartenlärm“ aus Sicht eines lärmschutztechnischen Sachverständigenbüros Stellung genommen. Nach über einem Jahr ist Bilanz zu ziehen.

Weiterlesen

Kindergartenlärm

Nach längeren und umfangreichen Beratungen (siehe nur Drucksachen 18/3033, 18/5618, 18/5563 und 18/5629 der Hamburgischen Bürgerschaft – erreichbar über die Parlamentsdokumentation http://www.buergerschaft-hh.de/parldok/) hat der Gesetzgeber am 6. Februar 2007 einen neuen § 29 a in das Hamburgische Gesetz zur Ausführung des Achten Buches Sozialgesetzbuch (AG SGB VIII) eingefügt.

Er lautet: ”Durch kindliches Spielen erzeugter Lärm im Bereich von Kindertageseinrichtungen oder Schulen ist eine notwendige Ausdrucksform und Begleiterscheinung des kindlichen Spielens, der nicht generell unterdrückt oder auch nur beschränkt werden kann. Kinderlärm ist daher als selbstverständlicher Ausdruck kindlicher Entfaltung hinzunehmen. Erziehung zur Rücksichtnahme auf Nachbarn ist Bestandteil des pädagogischen Auftrages der Kindertageseinrichtungen und der Schule.“ Weiterlesen