Schalldämmung, der akustische Widerstand

Wenn es um Bauakustik geht, geht es in erster Linie um Schalldämmungen! Einfach ausgedrückt: Es geht es um die Widerstände, die Bauteile oder Raumkonstellationen dem Schall entgegensetzen. Bauakustik ist nicht zu verwechseln mit Raumakustik , bei der es um Schallabsorptionen und damit um ein angenehmes akustisches Raumklima geht.

2BauakustikB1Luftschalldämmung

Der häufigste Ausdruck für die Schalldämmung eines Bauteils ist das bewertete Schalldämm-Maß Rw. Hat das R einen Strich also R’w (sprich: R Strich w), handelt es sich strenggenommen um die Schalldämmung zwischen zwei Räumen einschließlich aller Nebenwegübertragungen. Nebenwegübertragungen sind Schallübertragungen über flankierende, angrenzende Bauteile. Bei trennenden Bauteilen mit einer sehr hohen Schalldämmung können die Nebenwegübertragungen ausschlaggebend für das bewertete Schalldämm-Maß R’w zwischen zwei Räumen sein. Hören Sie den Fernseher oder die Unterhaltungen Ihrer Nachbarn überdeutlich, so liegt das u.U. an einer zu geringen Luftschalldämmung.

2_bauakustik_b2Trittschalldämmung

Die Trittschalldämmung gibt Auskunft, z.B. über die Qualität eines schwimmenden Estrichs oder anderer Fußbodenaufbauten.

Bei der Bezeichnung für die Trittschalldämmung eines Fußboden- oder Deckenaufbaus muss man genau auf die Wortteile achten, vom bewerteten Norm-Trittschallpegel L’n,w ist da die Rede. Die Trittschalldämmung ist umso besser, je niedriger der bewertete Norm-Trittschallpegel L’n,w ist.