Erschütterungen und Schwingungen sind streng genommen das Gleiche: Etwas bewegt sich scheinbar von allein

Bei Erschütterungen ist es meistens der Boden, und zwar so stark, dass Menschen diese Erschütterungen spüren. Die Erschütterungen können entstehen durch Sprengungen, Erdbeben, Webmaschinen, ober- oder unterirdische Schienenverkehrswege und natürlich Rammgeräte.

Über das Erdreich und die Fundamente gelangen die Erschütterungen in Gebäude, spätestens hier sprechen wir dann allerdings von Schwingungen und Körperschall in den Bauteilen. Dieser Körperschall in den Decken und Wänden führt zu einer so genannten Sekundärluftschall-Abstrahlung. Es heißt Sekundärluftschall, um zwischen dem Primärschall, der Geräuschübertragung z.B. eines vorbeifahrenden Zuges durch die Luft, und dem Sekundärluftschall, dem Übertragungsweg als Schwingung über das Erdreich und das Gebäude, zu differenzieren.

Durch Deckenschwingungen oder Sekundärluftschall kann die Gebrauchstauglichkeit eines Gebäudes eingeschränkt sein.

Für die auf Menschen einwirkenden Schwingungen gibt es, in Abhängigkeit der Raumnutzungen (Büros, Wohnungen, Gewerbe), Beurteilungskriterien in der DIN 4150 Teil 2 Einwirkung von Erschütterungen auf den Menschen beim Aufenthalt in Wohn- und Büroräumen.

Zur Beurteilung von Gebäudeschäden sind Beurteilungskriterien in der DIN 4150 Teil 3 Einwirkung von Erschütterungen auf bauliche Anlagen in Hinblick auf Bauwerksschädigungen, aufgeführt.

Erschütterungsimmissionsprognosen werden in der Regel auf der Basis von Schwingungsmessungen berechnet.

  • Wir sind in der Lage, für Ihr geplantes Gebäude die ggf. erforderlichen schwingungsisolierenden Maßnahmen zu ermitteln
  • Für bestehende Gebäude können wir eine Beurteilung hinsichtlich der Erschütterungseinwirkung auf den Menschen oder in bezug auf Gebäudeschäden erarbeiten

Schwingungen, die Körperschall und sekundäre Luftschallabstrahlungen hervorrufen, können auch durch technische Geräte im Gebäude, z.B. Lüftungskastengeräte, Pumpen und Kompressoren, verursacht werden. Hierbei spielen die Geräusche, die die Geräte in dem Raum hervorrufen, in dem sie sich befinden, häufig eine untergeordnete Rolle. Es ist viel mehr die Körperschalleinleitung des Gerätes unmittelbar in das Gebäude, die die Geräusche in einem – zum Teil weit entfernten Raum – hervorruft. Für Anlagen, z.B. in technischen Zentralen über schutzbedürftigen Räumen, Wohnungen und Büro- oder Besprechungsräumen, planen wir gezielt

  • körperschall– und schwingungsisolierende Maßnahmen.