Die Geräusche aus Industrie- und Gewerbebetrieben werden von einer Vielzahl von Geräuschquellen hervorgerufen:

  • Zu- und Abluftöffnungen
  • Schallabstrahlungen der Gebäudehülle (Dächer, Wände, Fenster und Türen)
  • Betriebsbedingte Geräusche von PKW und LKW auf den Betriebsgrundstücken und der öffentlichen Straße
  • Geräuscherzeugende Anlagen oder Anlagenteile im Freien
  • Be- und Entladevorgänge
  • u.v.a.m.

Für Ihre Rechtssicherheit in Genehmigungsverfahren sind unsere Gutachten, Schallmessungen und Schallimmissionsprognosen fundiert und fachlich korrekt.

Die meisten Geräusche aus Industrie- und Gewerbebetrieben werden nach der sechsten allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz, Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm, kurz: TA-Lärm, vom 26. August 1998 berechnet und beurteilt. Die hiernach durchzuführende Messung, Berechnung und Beurteilung von Geräuschen in der Wohnnachbarschaft von genehmigungsbedürftigen und nicht genehmigungsbedürftigen Anlagen ist komplex und erfordert vom Bearbeiter umfangreiches Wissen. Die TA Lärm hat dieses Aufgabengebiet 1998 neu definiert. Neben der Kenntnis einschlägiger Gesetze und Verordnungen erfordert dies in zunehmendem Maße auch die strikte Anwendung relevanter Normen und Richtlinien. Darin sind beispielsweise die Emissionsermittlung, die Schallausbreitung und die Beurteilung am jeweiligen Einwirkungsort geregelt.

Die TA-Lärm gilt nicht für

  • Sportanlagen, die der Sportanlagenlärmschutzverordnung – 18. BImSchV- unterliegen,
  • sonstige nicht genehmigungsbedürftige Freizeitanlagen sowie Freiluftgaststätten,
  • nicht genehmigungsbedürftige landwirtschaftliche Anlagen,
  • Schießplätze, auf denen mit Waffen ab Kaliber 20 mm geschossen wird,
  • Tagebaue und die zum Betrieb eines Tagebaus erforderlichen Anlagen,
  • Baustellen,
  • Seehafenumschlagsanlagen,
  • Anlagen für soziale Zwecke

Für allgemeine Wohngebiete, WA-Gebiete sind z.B. nach der TA-Lärm folgende Immissionsrichtwerte einer Beurteilung zugrunde zu legen:

WA-Gebiet

  • Lr,Tag = 55 dB(A)
  • Lr,Nacht = 40 dB(A)

Die Immissionsrichtwerte werden mit den berechneten Beurteilungspegeln, die ggf. Zuschläge für Ton-, Impuls- oder Informationshaltigkeiten der Geräusche enthalten, verglichen.

Die TA-Lärm legt den Beurteilungszeitraum Tag von 6:00 bis 22:00 Uhr fest. Bei Schallimmissionen innerhalb der Ruhezeiten von 6:00 bis 7:00 Uhr und 20:00 bis 22:00 Uhr werden die Schallimmissionen die in diese Zeiten fallen, in WA-Gebieten mit einem Ruhezeitzuschlag in Höhe von 6 dB versehen.

Während der Nachtzeit zwischen 22:00 und 6:00 Uhr ist die lauteste Stunde beurteilungsrelevant.

Einzelne kurzzeitige Pegelspitzen sollen die o.a. Immissionsrichtwerte während der Tageszeit um nicht mehr als 30 dB(A) und während der Nachtzeit um nicht mehr als 20 dB(A) überschreiten.

Nach Ziffer 7.4 der TA-Lärm sollen Fahrzeuggeräusche des An- und Abfahrtsverkehrs auf öffentlichen Verkehrsflächen in einem Abstand von bis zu 500 m durch Maßnahmen organi-satorischer Art soweit wie möglich vermindert werden, soweit keine Vermischung mit dem übrigen Verkehr erfolgt ist und die Immissionsgrenzwerte der Verkehrslärmschutzverord-nung – 16.BImSchV – erstmals oder weitergehend überschritten werden.

Soviel nur zu den Grundzügen der TA-Lärm.