Sport und Freizeitanlagen

Geräusche aus Sport- und Freizeitanlagen werden nach der

18. Bundesimmissionsschutzverordnung (18. BImSchV)

in der geltenden Fassung, berechnet und beurteilt, soweit sie zum Zwecke der Sportausübung betrieben werden und einer Genehmigung nach §4 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes, nicht bedürfen.

Nach der 18.BimSchV sind u.a. einige der folgenden Anlagen:

  • Sport- und Fußballplätze
  • Tennisplätze
  • Skateboardanlagen
  • Freibäder- und Spaßanlagen
  • Schießstände
  • Motorsportanlagen
  • Bolzplätze
  • einschließlich ggf. vorhandener Gartenlokale und anderer Freisitzflächen und des anlagenbezogenen Verkehrs von Parkplätzen und Fahrstrecken

zu beurteilen.

Für Ihre Rechtssicherheit in Genehmigungsverfahren oder zur Überprüfung von Anwohnerbeschwerden sind unsere Gutachten und Schallimmissionsprognosen fachlich fundiert und korrekt.

In der Umgebung von Sport- und Freizeitanlagen sind folgende Immissionsrichtwerte einzuhalten:

  • Gewerbegebiete
  • tags außerhalb der Ruhezeiten 65 dB(A), tags innerhalb der Ruhezeiten 60 dB(A), nachts 50 dB(A)
  • Kerngebiete, Dorfgebiete und Mischgebiete
  • tags außerhalb der Ruhezeiten 60 dB(A), tags innerhalb der Ruhezeiten 55 dB(A), nachts 45 dB(A)
  • Allgemeine Wohngebiete und Kleinsiedlungsgebiete
  • tags außerhalb der Ruhezeiten 55 dB(A), tags innerhalb der Ruhezeiten 50 dB(A), nachts 40 dB(A),
  • Reine Wohngebiete
  • tags außerhalb der Ruhezeiten 50 dB(A), tags innerhalb der Ruhezeiten 45 dB(A), nachts 35 dB(A)
  • Kurgebiete, für Krankenhäuser und Pflegeanstalten
  • tags außerhalb der Ruhezeiten 45 dB(A), tags innerhalb der Ruhezeiten 45 dB(A), nachts 35 dB(A)

Werden bei Geräuschübertragungen innerhalb von Gebäuden in Aufenthaltsräumen von Wohnungen, die baulich aber nicht betrieblich mit der Sportanlage verbunden sind, von der Sportanlage verursachte Geräuschimmissionen mit einem Beurteilungspegel von mehr als 35 dB(A) tags oder 25 dB(A) nachts festgestellt, hat der Betreiber der Sportanlage Maßnahmen zu treffen, welche die Einhaltung der genannten Immissionsrichtwerte sicherstellen; dies gilt unabhängig von der Lage der Wohnung in einem der oben aufgeführten Gebiete.

Einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen sollen die Immissionsrichtwerte nach Absatz 2 tags um nicht mehr als 30 dB(A) sowie nachts um nicht mehr als 20 dB(A) überschreiten; ferner sollen einzelne kurzzeitige Geräuschspitzen die Immissionsrichtwerte um nicht mehr als 10 dB(A) überschreiten.

Die Immissionsrichtwerte beziehen sich auf folgende Zeiten:

  • tags an Werktagen: 6.00 bis 22.00 Uhr
  • tags an Sonn- und Feiertagen: 7.00 bis 22.00 Uhr
  • nachts an Werktagen: 0.00 bis 6.00 Uhr und 22.00 bis 24.00 Uhr
  • nachts an Sonn- und Feiertagen: 0.00 bis 7.00 Uhr und 22.00 bis 24.00 Uhr
  • Ruhezeiten an Werktagen: 6.00 bis 8.00 Uhr und 20.00 bis 22.00 Uhr
  • Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen: 7.00 bis 9.00 Uhr, 13.00 bis 15.00 Uhr und 20.00 bis 22.00 Uhr

Die Ruhezeit von 13.00 bis 15.00 Uhr an Sonn- und Feiertagen ist nur zu berücksichtigen, wenn die Nutzungsdauer der Sportanlage oder der Sportanlagen an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 9.00 bis 20.00 Uhr 4 Stunden oder mehr beträgt.

Die Art der oben aufgeführten Gebiete und Anlagen ergibt sich aus den Festsetzungen in den Bebauungsplänen. Sonstige in Bebauungsplänen festgesetzte Flächen für Gebiete und Anla-gen sowie Gebiete und Anlagen, für die keine Festsetzungen bestehen, sind entsprechend der Schutzbedürftigkeit zu beurteilen. Weicht die tatsächliche bauliche Nutzung im Einwir-kungsbereich der Anlage erheblich von der im Bebauungsplan festgesetzten baulichen Nutzung ab, ist von der tatsächlichen baulichen Nutzung unter Berücksichtigung der vorgesehenen baulichen Entwicklung des Gebietes auszugehen.

Für die Berücksichtigung aller aufgeführten Faktoren ist heutzutage die Nutzung einer leistungsfähigen Schallausbreitungsberechnungssoftware praktisch unumgänglich. Wir haben diese Software und, was viel wichtiger ist, wir können auch damit umgehen.