Akustische Behaglichkeit senkt den Krankenstand

  • Die neuen Büroräume sind bezogen, aber so richtig wohlfühlen mögen sich die Angestellten und Kollegen an den neuen Arbeitsplätzen nicht.
  • Wenn der Nachbar telefoniert, kann man sich nicht mehr konzentrieren, weil es so laut ist.
  • Wenn sich im Besprechungsraum mehr als vier Personen aufhalten und nur zwei Gespräche gleichzeitig stattfinden, ist es unerträglich laut.
  • Es ist in den neuen Büroräumen einfach zu hallig und laut.

Schon seit Jahren wird häufig auf die Ausführung von schallabsorbierenden Unterdecken verzichtet, nicht zuletzt, weil die Stahlbetondecken als Kühlmasse für den sommerlichen Wärmeschutznachweis angerechnet werden. Das geht bei Mehrpersonenbüros bis zu 4 oder 5 Personen je Raum auch noch meistens gerade so gut, wenn ein Teppichbelag mit einem ordentlichen Schallabsorptionsvermögen verlegt wird und die Möblierung nicht zu spärlich ausgefallen ist.

Das Regelwerk DIN 18041 „Hörsamkeit in kleinen und mittelgroßen Räumen“ aus dem April 2004 – schlägt, als raumakustische Maßnahmen für Mehrpersonen- oder Großraumbüros, jedoch deutlich mehr als die Ausführung eines Teppichbelags vor. Hier wird u.a. für Mehrpersonen- oder Großraumbüros die Belegung von 70 bis 80 % der Raumgrundfläche mit einem schallabsorbierenden Material der Absorptionsklasse A oder von 80 bis 90 % der Raumgrundfläche mit einem schallabsorbierenden Material der Absorptionsklasse B als Orientierungswert vorgeschlagen.

Bei Einzel- und insbesondere bei Mehrpersonenbüros steht die zweckgebundene Nutzbarkeit im Vordergrund, auch wenn in keinem rechtsverbindlichen Regelwerk zwingend einzuhaltende Anforderungen an Nachhallzeiten aufgeführt sind.

In Fachkreisen ist neben der DIN 18041 die VDI-Richtlinie 2569 „Schallschutz und akustische Gestaltung im Büro“, Ausgabe Januar 1990 anerkannt. Es mehren sich die Fälle, in denen – im Zuge von gerichtlichen Auseinandersetzungen – die Forderungen aus der VDI-Richtlinie als Maß der Dinge betrachtet wurden. Nach der Richtlinie ist ein Verhältnis von Absorptionsfläche zu Volumen von A/V = 0,30 bis 0,35 m-1 geeignet, eine ausreichende Bedämpfung in Mehrpersonenbüros herzustellen. Dieses entspricht einer mittleren Nachhallzeit von T ≈ 0,5 s. Nach der Auffassung in Fachkreisen, der wir uns anschließen, ist allenfalls noch ein Verhältnis von A/V = 0,25 m-1 akzeptabel. Dies entspricht bei üblichen Bürogrößen einer mittleren Nachhallzeit von T ≈ 0,6 s.

Für Einzelbüros werden keine expliziten Empfehlungen genannt. In Fachkreisen wird aufgrund bisheriger Erfahrungen die Ansicht vertreten, dass in kleineren Einzelbüros eine Nachhallzeit von T = 0,8 bis 0,9 s keinesfalls überschritten werden soll.

Wir planen in enger Zusammenarbeit mit Ihnen schallabsorbierende und bei großen Besprechungsräumen manchmal auch reflektierende Maßnahmen, damit Sie alle Büroräume bestimmungsgemäß nutzen können.

Für Sie können wir mit Sicherheit einen optisch ansprechenden, bezahlbaren und „funktionierenden“ Vorschlag zur Nachhallzeitreduzierung machen.